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Petrópolis: Die Saga geht weiter

Ein Leben zwischen tropischer Sinnlichkeit, Belle Époque und historischer Härte.
Eine unvergessliche Reise durch die Zeitgeschichte.
Nachdem Luzias Vater die vertraute Welt der Kaffeeplantagen hinter sich gelassen hat, erzählt dieser Roman vom Erwachsenwerden unter dem Diktat der Verluste. Dabei werden Schienen und Bahnsteige zu Orten der Reflexion und zum Symbol für Veränderung. Sie markieren die Übergänge und die entscheidenden Wendepunkte, an denen sich Lebenswege sowohl geografisch als auch emotional neu ausrichten.
Bevor die Schatten der Weltgeschichte Luzias Leben erreichen, darf sie das pulsierende Herz Brasiliens in seiner glanzvollsten Epoche erleben. Das Rio de Janeiro der 1920er Jahre ist eine Stadt im Rausch – ein Ort, an dem tropische Sinnlichkeit auf den eleganten Aufbruch der Moderne trifft. An den Wochenenden hilft sie den beiden Deutschen, Gotthilf und Fritz, beim Aufbau ihrer Blumenfarm in den Bergen. Das Sítio bei Petrópolis verheißt ein Leben in Frieden und Selbstbestimmung.
Dieser Roman führt die Leser*innen durch zwei Kontinente und über mehrere Generationen. Aus der Perspektive einer Brasilianerin entfalten insbesondere die Kriegs- und Nachkriegsjahre in Deutschland eine Welt zwischen Abschied und Ankunft, die in der Literatur so bisher kaum eine Stimme fand. Eine bewegende Geschichte über die Suche nach Heimat, Coming-of-Age, Migration, Zusammenhalt und eine Liebe, die wortlos zum Fundament des Überlebens wird.

Ein literarisches Logbuch von Noa Moreira
Vorwort
Manchmal beginnt eine Geschichte nicht mit dem ersten Satz, sondern Jahrzehnte davor – in einem Moment, in dem sie sich in unser Leben setzt und geduldig wartet. Dieses Tagebuch ist der Weg von der ersten Ahnung bis zum letzten Punkt hinter Santa Delfina. Kein geradliniger Weg, sondern ein mäandernder Fluss aus Recherche, Zufällen, Abschieden, Dringlichkeit – und diesem sonderbaren, schönen Zustand, wenn Geschichte und Gegenwart ineinander übergehen.
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