Extras / Kulinarisches Logbuch /
- Beijos de Coco – Kokosküsse
Extras / Kulinarisches Logbuch /

Wenige Meter entfernt, im Schatten des großen Mangobaums, war Dona Odete das unbestrittene Zentrum der weiblichen Betriebsamkeit. Um sie scharten sich die Frauen, ordneten sorgfältig Cajuzinhos und Beijos de Coco – kleine Häppchen aus Erdnüssen und Kokosraspeln.
(Aus "Petrópolis: Die Saga geht weiter")
Das Geheimnis eines perfekten Beijo de Coco liegt in der Qualität der Kokosnuss. In den Hafenküchen Rios wurde die Milch direkt aus der frisch geraspelten Frucht gepresst, um diese unvergleichliche Cremigkeit zu erreichen.
Zutaten (für ca. 30 kleine Küsse):
Die Basis:
Kokos: 200 g Kokosraspel (fein).
Die Süße:
400 g Selbstgerührter Doce de Leite – für eine karamellige Note (oder 1 Dose (400 g) gezuckerte Kondensmilch).
Vegane Alternative: Verwende die vegane Doce de Leite aus Kokosmilch. Da diese bereits Kokosgeschmack mitbringt, wird das Aroma noch intensiver. Schmalz und Butter entfällt. Du kannst dann auch das Eigelb weglassen; denn die Kokosmilch-Reduktion bindet beim Abkühlen von allein ausreichend.
Die Bindung:
1 Eigelb (gesiebt, für die feine Konsistenz). So schmecken die Beijos nach Kokos und Küste, nicht nach Ei.
Das Aroma:
4–5 ganze Nelken (nur zum Mitkochen für das Aroma).
1 EL gute Butter (für den Schmelz).
Die Hülle:
Extra Kokosraspel oder feiner Zucker zum Wälzen.
Zubereitung
Das Vermengen:
Kokosraspel, Doce de Leite, Butter und das Eigelb in einen Topf geben. Die Nelken hinzufügen – sie geben dem Ganzen eine subtile, warme Würze.
Das Rühren:
Bei mittlerer Hitze ständig rühren, bis sich die Masse vom Topfboden löst (ähnlich wie bei einem Brandteig oder Brigadeiro). Das dauert etwa 10–15 Minuten.
Die Ruhe:
Die Masse auf einen flachen Teller geben und vollständig auskühlen lassen. Die Nelken jetzt unbedingt entfernen!
Das Formen:
Mit eingefetteten Händen kleine Kugeln formen und in den restlichen Kokosraspeln wälzen.
Vegan
Der Milchersatz:
Verwende die selbstgerührte vegane Doce de Leite (aus Kokosmilch und hellem Zucker). Sie bringt die nötige Klebrigkeit und Süße mit.
Der Fettersatz:
Statt Butter nimmst du festes Kokosöl (Nativ). Es hat einen niedrigeren Schmelzpunkt als Butter, was dazu führt, dass die Beijos förmlich auf der Zunge „schmelzen“, sobald sie Körpertemperatur erreichen.
Die Bindung:
Das Eigelb lassen wir einfach weg. Die Kombination aus dem Fett des Kokosöls und dem Zucker der reduzierten Kokosmilch sorgt beim Abkühlen im Kühlschrank für genügend Stabilität.
Der Handgriff:
Achte darauf, die vegane Masse besonders gut auskühlen zu lassen. Kokosöl wird erst in der Kälte fest. Wenn du die Kugeln dann mit kühlen Händen formst, werden sie so makellos und glatt wie Perlen aus dem Ozean.
Glutenfrei...
...ist es von Natur aus bereits